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Kochen mit Wildkräutern [3]: Löwenzahn

Hätten wir wie eigentlich schon lange fällig den Rasen gemäht, wäre es mir nie aufgefallen. Ein gutes Drittel unseres – nennen wir es mal Rasen – ist von Löwenzahn besiedelt. Was einem Gartenbesitzer sonst Schweißperlen ins Gesicht treiben würde, hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und los ging´s ans ernten!

Ich muss es jetzt mal zugeben: Wer denkt, dass ich hier mein großes Latinum zum Besten gebe, irrt. Sämtliche lateinische Fachbegriffe wurden von mir liebevoll gegoogelt und eingefügt!

Und weil es so einen Spaß gemacht hat, mit meinem Körbchen durch den Garten zu hüpfen (das muss man sich mal bildlich vorstellen), habe ich nicht nur Löwenzahn, sondern auch Zitronenmelisse, Sauerampfer, Vogelmiere, Taubnessel und wilden Schnittlauch gesammelt. Zum Abendessen gab es dann:

Bavette mit Löwenzahnpesto und Wildkräutersalat

Man braucht (für 2 Personen):

  • 50 g junge Löwenzahnblätter
  • 40 g geröstete Sonnenblumenkerne
  • 20 g Pecorinokäse
  • 100 ml Olivenöl
  • eine Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Den Löwenzahn waschen und für 10 Minuten in eine Schüssel mit Wasser legen, damit er etwas von seiner Bitterkeit verliert. Anschließend in grobe Stücke schneiden, zusammen mit den Sonnenblumenkernen, dem Öl und der Knoblauchzehe in einen Mixer geben und pürieren. Den Käse darüber hobeln und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schmeckt auch sehr lecker vegan ohne den Käse!

Auch hier wieder den Löwenzahn 10 Minuten im Wasser schwimmen lassen. Ich habe dazugegeben, was ich gefunden habe, das hat aber sehr gut gepasst! Letztendlich kommt es natürlich auf ein sehr gutes Dressing an! Zum Glück habe ich das perfekte Dressing in petto! Mit ein paar Blüten dekoriert sieht der Salat natürlich noch besser aus! Gut eignen sich Veilchen, Gänseblümchen, Taubnesselblüten oder Schnittlauchblüten.

6 Kommentare

  1. Hmmm,wie immer ganz wunderbar,Pesto machen is och n Idee:-).Bei uns teilen sich Gundermann und Löwenzahn den Rasen.Ich hab heute einen Korb nur der Blüten gesammelt für Löwenzahnhonig.Die wurden einmal kurz aufgekocht.Morgen dann mit Wasser zum sieden gebracht und mit Rohrzucker eingedickt.Damit mache ich dann alles,was ich mit normalem Honig auch tun würde.Das ist ganz toll und gesund und schmeckt echt ähnlich wie Honig.Das habe ich von einem Rezept nach Marianne von Treben,so ne Kräuterhexe:-)Das Buch gehörte zum Haus,ich glaub ja auch net alles und such mir meines raus.Meine Veilchen schmecken und riechen heute auf einmal nicht mehr..heul..will doch Salat.Ich will gar nicht wissen ,was die nachbarn denken….ich hab schließlich nur die köpfe vom UNKRAUT abgemacht ..und dann die ganzen Läuse…:-)tzz…was diese verrückte Frau da wohl immer macht,bald schneidet die wieder alle Rosenköpfe ab:-)))Liebe Grüße Alex

  2. Der Tipp, daß Löwenzahn seine Bitterkeit etwas verliert, wenn man ihn in Wasser einweicht ist viel wert, wenn man Salatmuffel zu Hause hat. Das funktioniert wirklich! – Danke. Überhaupt ist deine Wildkräuterleidenschaft inspirierend, und überbrückt die Zeit, bis man im Garten etwas aus den Beeten ernten kann!

  3. Liebe Katharina,
    schon wieder ein köstliches Rezept, was prompt „nachgekocht“ wurde. Ein Traum! Habe nur leider kein Löwenzahn auf der Dachterasse, schmeckt aber mit Rucola auch fantastisch.
    Lieben Dank für die tollen Inspirationen…der Sommer kann kommen 🙂
    LG
    Annette

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