Rezept für Wildkräuter-Risotto

Ich hatte heute wahnsinnig Lust auf Risotto, vermutlich wegen der super leckeren Paella, die wir letzte Woche in Spanien gegessen haben. Tja, frische Meeresfrüchte hatte ich zufällig nicht im Haus, dafür aber jede Menge Unkraut – äh – Wildkräuter im Garten 😉 . Also habe ich ein Risotto mit Wildkräutern und Ricotta gekocht (ich hatte hauptsächlich Lust auf die schlotzige Konsistenz). Wer braucht da schon Meeresfrüchte!

Rezept für leckeres Risotto mit Wildkräutern aus dem Garten wie Giersch, Gundermann, Knoblauchrauke, Brennnessel, Sauerampfer und Löwenzahn

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Aus Mamas Garten: Drei Rezepte mit Giersch

Seit Wochen ist meine Mutter im Wildkräuter-Rausch. Was für andere als Unkraut raus gerissen wird, wird von meinen Eltern liebevoll gepflegt. Ich habe inzwischen so viele Fakten über Giersch gehört, dass ich mich gestern selbst von der Pracht im Garten meiner Eltern überzeugt und mit meiner Mutter eine Giersch-Session gemacht habe – sie hat gekocht, ich habe fotografiert. Euch erwarten jetzt drei leckere Rezepte, ziemlich viele Fotos und nicht weniger als 19 Mal das Wort Giersch!

Leckere Wildkräuter Rezepte mit Giersch aus dem Garten im Frühling

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Frühlingskräuter

Habt Ihr das wundervolle Wetter heute auch draußen genossen? Die ersten Frühlingskräuter standen so herrlich frisch im Garten, dass ich gleich mal welche zum Trocknen geerntet habe.

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Zitronenmelisse, Schnittlauch und Sauerampfer werden als Salatkräuter getrocknet, aus dem Bärlauch mache ich Pesto zum Mittagessen morgen und die Minze brauche ich sowieso ständig. Ich bin froh, dass ich endlich mal daran gedacht habe, die Kräuter zu ernten, solange sie so frisch sind. Ich habe sonst immer im Sommer die verdörrten Zweige abgeschnitten, dabei wächst jetzt doch noch alles so schön nach!

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Im Vorbeigehen habe ich mir eine Rosmarinblüte in den Mund gesteckt – Wahnsinn, hat die intensiv geschmeckt! Also habe ich gleich mal einige davon in etwas Olivenöl eingelegt, spätestens zur Grillsaison freue ich mich bestimmt darüber!

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Aber das Leckerste habe ich aus den noch geschlossenen Löwenzahnblüten gemacht: eingelegte Löwenzahnkapern! Das Rezept stammt aus dem wundervollen Buch „Meine wilde Pflanzenküche“ von Meret Bissegger, in das ich mich letztes Jahr schon wegen der unglaublich tollen Food-Fotos verliebt habe!

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Man braucht: (eigentlich ist die vierfache Menge angegeben, aber ich wollte es erst mal ausprobieren)

  • 1 Handvoll Löwenzahnblüten, gerade noch geschlossen
  • je 50 ml Wasser, weißen Balsamico und Weißwein
  • 1 Prise Salz
  • 1/4 TL Senfsamen
  • 1 Nelke
  • 1 ganz kleines Lorbeerblatt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, halbiert

Alles zusammen aufkochen, die gewaschenen Löwenzahnknospen dazu geben und für 2 Minuten köcheln lassen.

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Wenn Ihr auch gerne in Wald und Wiese auf die Suche nach Wildkräutern geht, kann ich Euch dieses Buch wirklich empfehlen! Ich habe schon ganz viel aus dem Buch gekocht, was alles super lecker war und Meret Bissegger finde ich auch Klasse (ich habe mal eine Reportage über sie gesehen).

Habt Ihr auch ein Lieblings-„Unkraut“? Was macht Ihr denn so draus – lasst uns doch mal eine kleine Sammlung starten!

Liebe Grüße und einen tollen Start in die neue Woche! Katharina

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Kochen mit Wildkräutern [3]: Löwenzahn

Hätten wir wie eigentlich schon lange fällig den Rasen gemäht, wäre es mir nie aufgefallen. Ein gutes Drittel unseres – nennen wir es mal Rasen – ist von Löwenzahn besiedelt. Was einem Gartenbesitzer sonst Schweißperlen ins Gesicht treiben würde, hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und los ging´s ans ernten!

Ich muss es jetzt mal zugeben: Wer denkt, dass ich hier mein großes Latinum zum Besten gebe, irrt. Sämtliche lateinische Fachbegriffe wurden von mir liebevoll gegoogelt und eingefügt!

Und weil es so einen Spaß gemacht hat, mit meinem Körbchen durch den Garten zu hüpfen (das muss man sich mal bildlich vorstellen), habe ich nicht nur Löwenzahn, sondern auch Zitronenmelisse, Sauerampfer, Vogelmiere, Taubnessel und wilden Schnittlauch gesammelt. Zum Abendessen gab es dann:

Bavette mit Löwenzahnpesto und Wildkräutersalat

Man braucht (für 2 Personen):

  • 50 g junge Löwenzahnblätter
  • 40 g geröstete Sonnenblumenkerne
  • 20 g Pecorinokäse
  • 100 ml Olivenöl
  • eine Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Den Löwenzahn waschen und für 10 Minuten in eine Schüssel mit Wasser legen, damit er etwas von seiner Bitterkeit verliert. Anschließend in grobe Stücke schneiden, zusammen mit den Sonnenblumenkernen, dem Öl und der Knoblauchzehe in einen Mixer geben und pürieren. Den Käse darüber hobeln und unterheben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Schmeckt auch sehr lecker vegan ohne den Käse!

Auch hier wieder den Löwenzahn 10 Minuten im Wasser schwimmen lassen. Ich habe dazugegeben, was ich gefunden habe, das hat aber sehr gut gepasst! Letztendlich kommt es natürlich auf ein sehr gutes Dressing an! Zum Glück habe ich das perfekte Dressing in petto! Mit ein paar Blüten dekoriert sieht der Salat natürlich noch besser aus! Gut eignen sich Veilchen, Gänseblümchen, Taubnesselblüten oder Schnittlauchblüten.

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Kochen mit Wildkräutern [2]: Huflattich

Wenn man sich erst mal ein wenig mit Wildkräutern beschäftigt, sieht man sie plötzlich überall (das ist das Gleiche wie mit Pilzen oder – auf unsere Gattung übertragen –  mit Schwangeren). Nie wäre mir Huflattich am Wegrand aufgefallen, wenn wir nicht einfach mal eine Blüte gepflückt und im Pflanzenbuch (wie heißt das alte Verb für googeln – ach ja) nachgeschlagen hätten!

Man erkennt Huflattich ganz gut an der gelben Blüte und dem schuppigen Stiel. Es ist für mich jetzt nicht gerade DAS Wildkraut, das ganz oben auf der Geschmacksskala angesiedelt ist, aber probieren schadet ja nicht!

Man sammelt die noch halb geschlossenen Blüten mit Samt dem Stängel. Verzehren kann man sie roh oder gekocht. Ich habe Ofengemüse mit gebratenem Huflattich daraus gemacht.

Man braucht (für zwei Personen):

  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 2 große Fenchelknollen
  • eine Handvoll Huflattich
  • etwas Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • evtl. getrocknete französische Kräuter

Die Kartoffeln schälen und vierteln (wie ich gelernt habe, darf man Kartoffeln nicht mit Schale zubereiten; auch wenn das Viele machen, ist der grüne Farbstoff unter der Schale giftig! So viel meines Halbwissens dazu). Den Fenchel in grobe Stücke schneiden und zusammen mit den Kartoffel und einem Schuss Olivenöl in eine Auflaufform geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken (ich hatte noch getrocknete Kräuter, die haben ganz gut dazu gepasst). Im Backofen bei 170 Grad 50 Minuten garen.

Den Huflattich gut waschen, trocken tupfen und in Olivenöl auf hoher Temperatur etwa 3 Minuten braten. Zum fertigen Gemüse geben.

Falls Ihr jetzt am liebsten auch sofort losziehen möchtet, kann ich Euch nur das wunderbare Buch von Meret Bissegger „Meine wilde Pflanzenküche“ empfehlen! Es ist zwar wegen seiner Größe absolut unhandlich im Gelände, aber wir haben es trotzdem mitgeschleppt! Die Fotos von den Gerichten darin sind fantastisch!

Mal sehen, was als nächstes auf dem Teller landet! Ich hoffe es ist ok für Euch, dass jetzt mehrere Posts über Wildkräuter in so kurzer Zeit kommen, aber die Saison ist nun mal sehr kurz, in vier Wochen ist sie schon wieder vorbei…(Oder habt Ihr etwa schon genug?)

Bis bald! Katharina

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Kochen mit Wildkräutern [1]: Duftveilchen

Seit zwei Jahren sind mein Mann und ich jeden Frühling auf dem Wildkräutertrip. Wir haben uns damals ein Buch zur Bestimmung gekauft und ziehen seit dem regelmäßig los, um uns unser Abendessen zu verdienen. Das Gefühl, ein tolles Essen aus der Natur zusammenzustellen ist einfach wunderbar, als könnte einem im Leben nichts schlimmes passieren, weil wir ja immer noch unser Essen selbst suchen können! Ich möchte Euch gerne ab und zu zeigen, was ich aus den gefundenen Kräutern alles mache. Den Anfang macht ein ganz bodenständiges kleines Pflänzlein, das man am besten findet, wenn man immer der Nase nach geht: das Duftveilchen!

Bei dem schönen Wetter gestern bin ich natürlich gleich mit meinem Körbchen in den Garten und habe Veilchen gepflückt (und noch welche im Garten meiner Schwiegermutter gemopst, weil meine Ausbeute zu mager war).

Eben noch im Beet…

…schon im Körbchen! Und was habe ich daraus gemacht? Natürlich den Klassiker, den schon Kaiserin Sissi über alles liebte: kandierte Veilchen.

So wird´s gemacht:

Die Veilchenblüten von den Stängeln zupfen, in Eiweiß tauchen und anschließend vorsichtig in Zucker wälzen. Auf einem Backpapier am besten über Nacht aushärten lassen.

Ich habe außerdem noch einen Veilchensirup angesetzt, aber ich glaube, er ist nichts geworden. Ich hätte die kleinen Stängel sorgfältiger abziehen müssen, dann wäre der Sirup vielleicht auch schön Lila geworden und nicht Giftgrün (dann hätte ich allerdings auch diesen Post nicht schreiben können, weil ich immer noch mit Stängelpulen beschäftigt wäre!).

Hattet Ihr gestern einen schönen Tag? Ich dachte morgens ja noch: „Oh je, das wird nix mit 20 Grad“ weil es so trüb aussah aber dann wurde es wirklich ein wunderschöner Frühlingstag, den wir mit einem Waldspaziergang, Eis essen und einem klein wenig Gartenarbeit verbracht haben.  Was habt Ihr denn so gemacht? Und habt Ihr plötzlich auch viel mehr Energie als letzte Woche?

Liebe Grüße Katharina

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