Rezept für leckere Nussriegel ohne Zucker

So, hier kommt endlich das Rezept für die Nussriegel ohne Zucker, das sich so viele von euch gewünscht haben! Ich mache inzwischen jede Woche einen Schwung von den Riegeln und esse ganz gerne einen zum Kaffee oder nehme ihn mir für unterwegs mit, weil ich es immer schwierig finde, in der Stadt spontan eine Kleinigkeit zu Essen zu finden, wo kein Zucker drin ist.

Rezept für Nussriegel ohne Zucker mit Datteln und geriebenem Apfel als kleiner Snack zwischendurch

Für meine Kaffeepause liegt schon die neue Ausgabe des schweizer Magazins „Freude am Garten“ bereit, in dem mal wieder ein kleines Tutorial von mir abgedruckt ist . Das ist ein super schön gestaltetes Magazin, ich freue mich jedes Mal, wenn ich mein Ansichtsexemplar bekomme 🙂 .

Ihr braucht:

  • 400 g gemischte Nüsse und Mandeln
  • ca. 4 getrocknete Datteln
  • 1 EL Mehl (Vollkornmehl hat bei mir nicht so gut funktioniert, weil es die Masse nicht so gut zusammen klebt)
  • 1 großer Apfel
  • auf Wunsch 1-2 TL Honig (wer es etwas süßer mag, ich habe keinen gebraucht)

Rezept für Nussriegel ohne Zucker mit Datteln und geriebenem Apfel als kleiner Snack zwischendurch

So wird´s gemacht:

Hackt die Nüsse grob, gebt sie in eine Schüssel und vermischt sie mit dem Mehl. Dann schält und püriert ihr den Apfel zusammen mit den Datteln. Wer will, gibt etwas Honig dazu. Mischt alles gut miteinander und verteilt die Masse auf einem Backblech (die Menge ist zu wenig, um ein ganzes Backblech auszufüllen, also ordnet es einfach im Quadrat an, sodass die Masse etwa 2 cm dick ist). Presst die Masse mit einem Pfannenwender richtig fest zusammen!

Die Nussriegel werden für etwa 30 Minuten im Ofen bei 120 Grad gebacken und nach dem Auskühlen in Riegelform geschnitten.

Rezept für Nussriegel ohne Zucker mit Datteln und geriebenem Apfel als kleiner Snack zwischendurch

Ich möchte mich auch nochmal ganz herzlich für die vielen lieben Kommentare und Mails zu dem Thema zuckerfreie Ernährung bedanken! Vor allem über die Rezepte habe ich mich riesig gefreut und werde sie alle ausprobieren, auf selbst gemachte Gemüsebrühe freue ich mich schon!

Einen schönen Tag für euch!

Katharina

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Leben ohne Zucker – meine Erfahrungen nach acht Wochen und Tipps für euch

Eigentlich wollte ich das Thema gar nicht so an die große Glocke hängen, aber eure lieben Kommentare auf instagram haben mir gezeigt, dass an dem Thema zuckerfreie Ernährung großes Interesse besteht und deshalb berichte ich heute von meinen Erfahrungen ohne Zucker in den letzten acht Wochen und für alle, die es interessiert, habe ich ein paar Tipps für den Anfang.

Es hätte sicher einen besseren Zeitpunkt geben können als eine Woche vor Weihnachten mit den ganzen selbst gebackenen Plätzchen, Lebkuchen und Nougathappen, aber mir ist ganz plötzlich klar geworden, dass ich an meinem Zuckerkonsum etwas ändern muss! Dabei ging es mir von Anfang an nicht ums Abnehmen, sondern um die nervige Tatsache, dass ich süchtig nach Zucker war! Ein Plätzchen hier, ein Schokoriegel da, wenn ich eine Tafel Schokolade geöffnet habe, musste ich sie ganz aufessen und konnte mich nicht bremsen. Dank meiner ansonsten recht gesunden Ernährung hat sich das nie dramatisch auf der Waage gezeigt, aber mein Bauch war immer meine Problemzone (ich habe das immer auf sowas wie Veranlagung geschoben, erst jetzt weiß ich, dass der ganze Zucker sich am Bauch festsetzt). Ich begann, mich mit dem Thema zu beschäftigen und mir war schnell klar, dass es mit einem Verzicht auf Schokolade nicht getan ist, da in unglaublich vielen Lebensmitteln Zucker steckt, von denen man es gar nicht denkt. Also habe ich es gewagt und von heute auf morgen sämtlichen Zucker (vorläufig) aus meinem Leben gestrichen.

So schafft ihr den Anfang

Ich hatte von dem Thema zuckerfreie Ernährung überhaupt keine Ahnung und habe mir erstmal zwei Bücher gekauft, in denen grundlegende Fakten über Zuckerkonsum, die Auswirkungen auf den Insulinspiegel usw. erklärt werden.

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Ich habe mich an dem Buch von Sarah Wilson orientiert, die eine Phase von acht Wochen vorschlägt, in der man auf jegliche Formen von Zucker, also auch Zuckerersatzstoffe und sogar Obst verzichtet. Mir erschien das Argument plausibel, dass man den Körper erstmal grundlegend entgiften muss, damit sich Dinge wie ein natürliches Hungergefühl und ein stabiler Insulinspiegel (der nicht immer wieder durch Zucker in die Höhe getrieben wird) einstellen können. Auf die ganzen Hintergründe kann ich hier nicht näher eingehen, auch wenn sie super spannend sind.

Der Lebensmittel Check

Anschließend habe ich unsere Speisekammer durchforstet und ziemlich viele (Fertig-)Produkte aussortiert. Beim Einkaufen habe ich am Anfang doppelt so lange gebraucht, weil ich bei allen Lebensmitteln den Zuckergehalt geprüft habe. Die Zeit solltet ihr euch echt nehmen, da lernt man jede Menge dazu.

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Das ist eine Packung Bio Gemüsebrühe, die ganze 26,2 g Zucker pro 100 g enthält! „Na jaaa, aber da nimmt man ja nicht so viel von“ werden einige sicher denken – aber es läppert sich! Folgende Produkte habe ich bei mir zu Hause aussortiert und ersetzt und komme wunderbar damit zurecht:

  • Gemüse- und Fleischbrühe, stattdessen viel mehr Gewürze und Kräuter
  • Nudeln und Reis gibt es jetzt als Vollkornprodukte bei uns
  • Sonnenblumenöl und Distelöl wurden durch bessere Fette ersetzt wie Kokosöl oder Nussöl
  • andere Beilagen: weniger Nudeln, mehr Linsen, Quinoa usw.
  • keine Fruchtsäfte und Limonaden, auch nicht ohne Zucker, statt dessen Wasser und Tee
  • Milchprodukte mit vollem Fettgehalt, keine light Produkte mehr (wenn schon bewusst essen, dann mit Genuss 🙂 )

Und natürlich das Hauptproblem: Zucker! Nach acht Wochen fange ich langsam wieder an, mit ein paar Datteln zu süßen oder mit einem geriebenen Apfel. Xylitol (Birkenzucker) habe ich im Haus, aber während ich es sehr gut vertrage, bekommt der Rest meiner Familie davon Magenprobleme (es wirkt abführend). Sowas muss man einfach für sich selbst ausprobieren, von Stevia halte ich gar nichts, weil es mir nicht schmeckt und von Reissirup habe ich viel Gutes gehört, aber ich finde es nirgendwo zu kaufen. Es ist aber wirklich erstaunlich, dass man nach zwei Monaten ohne Zucker schon einen Müsliriegel mit zwei Datteln drin pappsüß findet!

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Was ich jetzt immer im Haus habe, sind Nüsse, Mandeln und Kokosnuss in allen Variationen, Kakaopulver und Avocados. Damit lassen sich echte Leckereien zubereiten 🙂 . Und Eier, gaaanz viele Eier! In den Büchern wird immer beschrieben, dass die Menschen beim Frühstück am meisten Probleme haben, auf Zucker zu verzichten, aber das habe ich gar nicht. Ich esse am liebsten warm und deshalb gibt es bei mir Rührei, Spiegelei und Eier im Glas zum Frühstück.

Mein Fazit nach acht Wochen

Für mich war die Ernährungsumstellung einfacher als gedacht, zumal mein Mann auch mitmacht. In den ersten beiden Wochen hatte ich unglaublichen Hunger auf Schokolade und habe viel experimentiert, von Avocado mit Rohschokolade bis zu Kakaonibs und Schokolade mit 99 % Kakao (ich kenne keinen Menschen außer mir dem sie schmeckt). Der Drang nach Süßem ist dann aber von ganz alleine abgeflacht – genauso wie mein Bauch übrigens 😉 . Obwohl ich sonst auf rein gar nichts verzichte und mir abends zwei Teller Vollkornnudeln mit Bolognesesoße reinhaue, habe ich zwei ganz ehrliche Kilo abgenommen. Wenn man es darauf anlegt und noch mehr auf Kohlenhydrate achtet, kann man da sicher mehr erwarten. Das ist aber nix für mich, weil ich ein Kohlenhydrate Typ bin und richtig schlechte Laune kriege, wenn ich darauf verzichten muss!

Inzwischen fällt es mir überhaupt nicht mehr schwer, bei Freunden auf das Dessert zu verzichten, weil der Drang nach Süßem nicht mehr da ist, was ich NIE IM LEBEN bei mir gedacht hätte!

Ein kleines Problem hab ich doch!

Morgens kein Brötchen mit Schokocreme – kein Ding! Auf sämtliche Fertigprodukte wie z.B. Ketchup verzichten und alles selbst kochen – eine spannende Herausforderung! Aber wenn ich meinen heiß ersehnten Feierabend auf der Couch OHNE KNABBERKRAM bestreiten soll, hört der Spaß auf 😛 ! Das ist sicher auch nur eine Gewohnheitssache, aber ohne was zu knabbern kann ich keinen Tatort schauen. Deshalb kommen hier noch ein paar Tipps für leckere und zuckerfreie Knabbersachen.

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Neben selbst gerösteten Mandeln oder Kichererbsen mit Curry und Meersalz ist salziges Popcorn einer meiner Lieblingssnacks! Natürlich sollte man es damit damit auch nicht übertreiben, gerade, wenn man tatsächlich abnehmen will, aber in Kokosöl geröstetes Popcorn mit Meersalz ist da noch sehr vernünftig 😉 .

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Das Rezept für Nussriegel mit Datteln und einem geriebenen Apfel (ohne Honig!) kann ich euch gerne mal aufschreiben, wenn ihr Lust habt. Die Riegel sind auch toll für zwischendurch, wenn man unterwegs ist und einen Energieschub braucht!

Erfahrungen und Tipps für eine Ernährung ohne Zucker

Wenn ihr abends nicht extra in der Küche stehen wollt, kann ich euch diese kleinen Roggenvollkorn-Knäcketeilchen mit Saaten und Meersalz von Finncrisp empfehlen. Dazu eine selbst gemachte Guacamole und ihr braucht keine Chips oder Nachos mehr 🙂 .

So, das waren meine bisherigen Erfahrungen ohne Zucker. Ich konnte das Thema hier jetzt nur anreißen, sonst wäre der Beitrag viel zu lang geworden. Aber wenn ihr konkrete Fragen oder vielleicht sogar ein paar Tipps für mich habt, nur raus damit!

Ich freue mich auf eure Kommentare zu dem Thema und wünsche euch einen gemütlichen Sonntagabend auf der Couch 😉

Liebe Grüße! Katharina

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